Adam Green: dt. Fazit

Adam Green ist in erster Linie ein Assoziationsbündel. Er versteht es, das Absurde mit dem Seltsamen, das Tragische mit dem Zynischen, die Erkenntnis mit der Verblendung verschmelzen zu lassen. Seine Worte und Musik fühlen sich richtig an.
Live ist Adam Green ein gewiefter Entertainer. Gemäss Interview-Aussage (s. Video) sind ihm Konzerte eigentlich lästig; oft geniesst er es dann aber doch mehr als erwartet. Er versucht die Leute zu unterhalten, ihnen „eine Show zu bieten“, wie man nicht sagen sollte. Und das gelingt ihm immer wieder mit bestechender Treffsicherheit.
Der Live-Performance-Überbau bringt die immanente Unruhe seiner Lieder zum Ausdruck. Das im Stillen angelegte Chaos bricht gelegentlich aus – ohne dass sich etwas verändern würde.
Vielleicht ist die Selbstzerstörung inszeniert, vielleicht imitiert er Doherty/Barat („I adore these guys“, sagt er selbst), vielleicht geht es ihm wirklich schlecht.

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