Always working

„I’m always working“, some author (Roth) said. Is that what I want? Kinda yes, if confusion, thinking, problem, solving – i.e. mental preparation for physical work – is also work. I sure hope so. Then yes, I want a job that I want to mentally work at all the time. Like writing, where you’re developing, re-assessing, (re-)structuring, re-phrasing, inventing the text non-stop. That’s particularly what I wanna do. Don’t you?

Meinungsfreiheit

Wie Süsskinds Junge mit der feinen Nase, der in einer französischen Höhle seine Geruchslosigkeit feststellte, habe ich eine schreckliche Erkenntnis machen müssen: ich habe keine eigene Meinung. Zu Vielem und Allem äussere ich mich gern und freigiebig. Ich kritisiere, vergleiche, urteile. Es erfreut mich nicht nur, allerlei Dinge zu beurteilen, es gelingt mir auch ganz gut. Meine Synapsen feuern Assoziationen los, dass es eine wahre Freude ist. Sie treffen aus verschiedenen Winkeln meiner aufnahmefähigen Erinnerung aufeinander, um in neuen Verbindungen meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Doch all die Assoziererei kann nicht verbergen, dass es sich bei alledem um Vorbestehendes, Fremdes, Aufgenommenes handelt.
Zu beurteilen, ob etwas z.B. schön ist, fällt mir schwer. Ich kann zwar wiedergeben woran es mich erinnert, was andere Epochen und Menschen dazu sagen würden, wofür es steh – eben: welche Assoziationen es auslöst. Aber ob es schön ist, weiss ich nicht und kann ich nicht sagen.